Die Alpen bieten tatsächlich bestes Augenfutter. Insbesondere an sonnenreichen Tagen entfalten die herrlichen Bergpanoramen des Gebirgszuges ihren ganzen Liebreiz. Hell reflektieren die Schnee bedeckten Gipfel das Sonnenlicht, fast denkt man, sie würden selber leuchten. Eine perfekte Kulisse für einige der schönsten Aussichten Europas - und für die Armada europäischer Wintersportfans, die jedes Jahr in den Skigebieten Österreichs, der Schweiz oder Frankreichs einfällt und für volle Pisten und beste Partystimmung sorgt. Jedes Jahr zieht es Millionen in die Alpen, doch natürlich gibt es inzwischen überall auf der Welt spannende und durchaus auch exotisch anmutende Skigebiete, die sich als Destination für einen Skiurlaub förmlich aufdrängen.
So liegt Indiens Vorzeige-Skiregion Gulmarg in Kaschmir auf fast 4000 Metern Höhe. Das Gebiet gilt das Pulverschnee-Paradies: Bis zu 20 Meter Schnee fallen im Winter. In solchen Höhen sollte man unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten, eine gute Skijacke ist genau so wichtig, wie eine hochwertige Sonnenbrille. Zu den guten Sportbedingungen gesellt sich ein traumhafter Blick auf den Himalaya-Gebirgszug, besonders nachhaltig sorgt der 8126 Meter hohe Berg Nanga Parbat für Eindruck. Schon die Briten wussten die Region zu schätzen. Sie wachsten schon in den 1920er Jahren in Gulmarg ihre Bretter. Ungleich jünger ist das Skigebiet Wanlong in China, dafür ist die Schneesicherheit ähnlich hoch. In der vier Stunden von Beijing entfernten Region stehen den Wintersportlern auf 30 Quadratkilometern zahlreiche Pisten aller Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Jedoch ist es meist bitterkalt: Die durchschnittliche Temperatur beträgt im Winter -15 Grad.
Für Verwirrung dürfte auch die erste Abfahrt im marokkanischen Jbel Oukaïmeden sorgen. Die 3200 Meter über dem Meer gelegene Region bietet bis in den März hinein beste Pistenbedingungen - und eine fantastische Aussicht auf das subtropische Afrika. Ganz anders Maniitsoq in Grönland: In der höchsten Gebirgslandschaft des Landes gelegen, umfasst das gesamte Gebiet fast 2000 Quadratkilometer. Zudem ist es wegen der Nähe zum Pol im April bis zu 18 Stunden am Tag hell. Als Fortbewegungsmittel dienen Helikopter. In den iranischen Regionen Dizin und Tochai muten die Liftanlagen dagegen recht archaisch an. Dafür stimmt der sportliche Reiz: Das Gebiet im Elburs-Gebirge hält feine Abfahrten bereit, zudem sind die Skipässe unfassbar günstig.
Während in Deutschland die Freibadsaison anliegt, herrscht auf der Südhalbkugel an vielen Orten perfektes Skiwetter. Einer davon ist die australische Skiregion Pherisher Blue in den Snowy Mountains. Auf den rund 13 Quadratkilometern kommen Pulverschnee-Fans witterungsbedingt jedoch oft zu kurz. Ohne Kunstschnee geht in Pherisher Blue nichts, dafür können die Pisten mit großem Abwechslungsreichtum aufwarten. Dagegen gilt Portillo in den chilenischen Anden als äußerst schneesicher - meist fällt jedoch soviel Schnee, dass auch die Lawinengefahr hoch ist. In dem Skigebiet fanden im August 1966 die ersten und einzigen Skiweltmeisterschaften auf der Südhalbkugel statt. Ebenfalls in den Anden findet sich das höchste Skigebiet der Welt: Chakaltaya in Bolivien auf über 5000 Metern Höhe leidet allerdings seit Jahren unter Schneemangel.
Vive la France!