Langlauf

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Der Alltag wird zum Gestern

Eigentlich ist Skilanglauf der perfekteste Sport der Welt. Zumindest was seine A uswirkungen auf die Gesundheit angeht, ist der Sport kaum zu schlagen: Er beansprucht fast jeden Muskel, beugt Bluthochdruck, Infarkten oder Diabetes vor. Wegen der geringen Belastung der Gelenke eignet er sich bestens zum Abnehmen; und weil er durch die erhöhte Durchblutung der Wadenmuskulatur den Blutrückfluss zum Herzen stärkt, lindert Skilanglauf Venenprobleme. Noch dazu spielt Alter keine Rolle, das Verletzungsrisiko ist auch bei Anfängern gering. Doch wenn man sich mit seinen Skiern in die Loipe wagt, darf das richtige Dehnprogramm nicht fehlen.

Im Stand laufen und springen

Immer noch wird die Bedeutung des Dehnens unterschätzt. Es gibt kaum einen wirksameren Schutz vor Verletzungen, als die Muskeln vor und nach dem Training auf die Belastung vorzubereiten bzw. zur Regeneration anzuregen. Das Aufwärmprogramm sollte mit Laufen und Springen im Stand begonnen werden, erst danach lässt man leichte Dehnübungen folgen. Besonders Aduktoren sowie Waden- und Oberschenkelmuskulatur sollte dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Um den Kreislauf auf die richtige Betriebstemperatur zu bringen, sollte man - einmal in der Loipe - die ersten zehn Minuten langsam angehen und dabei lange und kräftige Schritte vermeiden. Auch die richtige Ausrüstung ist wichtig. So sollte man insbesondere auf eine gute Skihose Wert legen.

Regelmäßige Pausen

Damit sich der Gleichgewichtssinn an das Gleiten auf den Skiern gewöhnt, empfehlen sich anfangs kurze Gleitphasen. Natürlich kommt es auch auf die richtige Technik an: Anfänger tun gut daran, sich bei ihren ersten Langlaufversuchen von einem Lehrer begleiten zu lassen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich falsche Bewegungsabläufe einschleifen, die sich später nur schwer wieder korrigieren lassen. Für regelmäßige Pausen sollte man sich ebenfalls nicht zu schade sein. Mit dem Training sollte zudem eine ausgewogene Ernährung einher gehen. Kohlenhydrate eignen sich bei hoher Trainingsleistung bestens dazu, den Energiespeicher wieder aufzufüllen, eiweißhaltige Speisen wie mageres Fleisch, Käse oder Joghurts liefern die nötige Kraft.

Balsam für die Seele

Gerade Anfänger dürfen es gleichwohl nicht übertreiben. Bänder und Gelenke müssen sich erst auf die Belastung einstellen. Eine langsame Steigerung des Trainings minimiert das Verletzungsrisiko. Vier einstündige Einheiten in der Woche gelten als ideal. Doch hat man einmal alle Punkte abgehakt, eröffnet sich dem Langläufer der neben körperlicher Fitness zweite Mehrwert des Sports. Denn natürlich geht es beim Langlauf auch um Naturgenuss. Während des lautlosen Dahingleitens durch traumhafte Winterlandschaften legt sich die Ruhe wie Balsam auf die Seele und der stressige Alltag wird schnell zum Gestern. Viele Skigebiete in der Schweiz, Frankreich und Österreich eignen sich da bestens als Kulisse.


Vive la France!